
Wie bei allen Organen zeigen sich auch bei der Blase im Alter Abnutzungserscheinungen. Ihr Fassungsvermögen nimmt ab und die Muskeln des unteren Harntrakts verlieren ihre Elastizität. Die Folge: Blasenschwäche. Vielen Menschen ist dies so unangenehm, dass sie so wenig wie möglich trinken, um die anfallende Urinmenge zu reduzieren. Achtung: Dies schadet der Gesundheit und verschlimmert langfristig die Inkontinenz.
Bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr können die Nieren ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr optimal erfüllen. Giftige Stoffwechselprodukte verbleiben in hohen Konzentrationen im Blut. Auch Harnleiter, Blase und Harnröhre werden durch die geringere Urinmenge nicht mehr so gut durchgespült. So können sich sehr viel leichter Infektionen entwickeln. Infektionen wiederum fördern die Entstehung von Inkontinenz.
Normalerweise wird durch die Füllung der Blase auch die Blasenmuskulatur trainiert. Ist die Blase nur noch gering gefüllt, fällt dieses Training weg. Das Fassungsvermögen der Blase verringert sich allmählich. Die Inkontinenz wird noch verstärkt. Deshalb sollten Sie gerade bei Inkontinenz ausreichend trinken.
Übrigens: Mit gezielten Übungen können Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur wieder kräftigen und damit Inkontinenz wirkungsvoll vorbeugen oder behandeln. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.