Fragen und Antworten zu Mineralwasser

Was ist der Unterschied zwischen Mineral-, Quell-, Tafel-, Heil- und Leitungswasser?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Zwischen Mineral-, Heil-, Quell-, Tafel- und Leitungswasser gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Welches Wasser sich wie nennen darf regelt die Mineral- und Tafelwasserverordnung. Lesen Sie mehr in unserer Rubrik Wasserwissen.

Was bedeutet „natriumarm“?

Sobald der Natriumgehalt unter 20 Milligramm pro Liter liegt, gilt ein Mineralwasser als „natriumarm“. Dies ist in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) geregelt. In Kombination mit dem Chloridgehalt eines Mineralwassers sind diese Produkte dann auch kochsalzarm (Kochsalz = Natriumchlorid).

Sind natrium- und kochsalzarme Mineralwässer vorzuziehen?

Grundsätzlich ja. Wir nehmen durch die Nahrung so viel Kochsalz zu uns, dass kochsalzarme Getränke (geringer Natrium-Chloridgehalt) als Gegenpol dazu sehr wertvoll sind. Bei intensivem Sport und damit auch Salzverlust sollte dieser durch entsprechende Nahrung oder Flüssigkeitszufuhr allerdings kompensiert werden.

Was sind Nitrat und Nitrit?

Nitrat ist heute zum Hauptproblem der Wasserversorgung geworden. Es gelangt über die landwirtschaftliche Düngung in die Quell- und Grundwasservorkommen. Nitrat ist ein Zellhemmer, der die optimale Aufnahme von anderen Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium in die Zelle verhindert. Nitrat wiederum kann von einigen Bakterien in Nitrit umgewandelt werden, weshalb es etwa in Lebensmitteln und im Körper des Menschen entstehen kann. Liegt beispielsweise beim Erwachsenen eine krankhafte, starke Absenkung der Magensäure bei einer gleichzeitig bakteriellen Besiedelung des Magens vor, kann Nitrat durch bakterielle Aktivität in Nitrit umgewandelt werden. Größe Mengen Nitrit können das Blutbild verändern sowie den Sauerstofftransport im Blut behindern (so genannte Methämoglobinämie). Beim Erwachsenen können als Folge Übelkeit und Magenbeschwerden eintreten. Ernsthaft gefährdet sind jedoch Säuglinge, da diese generell wenig Magensäure haben. Bei ihnen kann Nitrit zur so genannten „Säuglings-Blausucht“ führen: Atemnot sowie blau verfärbte Lippen und Haut sind die Folge. Zudem reagiert Nitrit im Magen-Darm-Trakt mit Aminen zu so genannten Nitrosaminen. Derartige Substanzen haben sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen und können möglicherweise auch beim Menschen Krebs auslösen. Deshalb empfiehlt es sich, möglichst wenig dieser Substanzen über Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen. Der zulässige Grenzwert von Nitrat in Leitungswasser liegt gemäß der Trinkwasserverordnung (2003) bei 50 Milligramm pro Liter. Auf Ihrem Mineralwasseretikett finden Sie im Idealfall einen Vermerk, das „Nitrit und Nitrat nicht nachweisbar“ sind.

Ist EiszeitQuell-Mineralwasser durch Schwermetalle belastet?

Nein. EiszeitQuell enthält keine schädlichen Spurenelemente wie Arsen oder Schwermetalle wie Uran. Dies ist eine Besonderheit unseres eiszeitlichen Mineralwasssers. In den Jahren 2000 bis 2002 untersuchte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rund 350 Mineralwässer auf Radionuklide, darunter auch EiszeitQuell. Dabei wurde festgestellt, dass der Urangehalt in deutschen Trink- und Mineralwässern zwischen „nicht nachweisbar“ und 0,03 mg/l = 30 µg/l schwankt. So, wie Wasser Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Gestein lösen kann, vermag es auch, Uran zu lösen, das von Natur aus in Boden und Gestein vorkommt. In Europa wurde bislang kein Grenzwert für die Belastung von Trinkwasser mit Uran festgelegt. 2005 empfahl das Umweltbundesamt jedoch einen Grenzwert von 10 µg/l für Trinkwasser. Für Mineralwässer mit dem Hinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ wurde aus Aspekten der Vorsorge in Deutschland ein Höchstwert von 2µg/l festgelegt. Andere Schwermetalle sind ebenfalls nicht nachweisbar.

Was heißt „enteisent“ auf dem Flaschenetikett?

„Enteisent“ heißt, dass das Eisen, das von Natur aus in Mineralwässern gelöst ist, entfernt wurde. Viele Mineralwässer enthalten natürliches, für den Körper wertvolles Eisen. In Verbindung mit Luft kann dies jedoch ausflocken (rosten), was zu bräunlichen Flöckchen im Mineralwasser führt. Diese sind zwar gesundheitlich völlig unbedenklich, wirken jedoch nicht sehr appetitlich.

Ist es besser Mineralwasser mit viel oder wenig Mineralien zu trinken?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist jedoch, dass die verschiedenen Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. „Viel hilft viel“ trifft nicht zu. Natrium- und kochsalzhaltige Wässer können zum Beispiel den Stoffwechsel stark einschränken. In der Summe nehmen wir über die feste Nahrung sehr viel Salze auf (auch über Geschmacksverstärker und Gewürze), so dass sich in aller Regel ein natrium- und kochsalzarmes Mineralwasser empfiehlt. Bei einem Säugling ist das ein absolutes Muss. Ferner haben Mineralwässer mit geringerer Mineralisierung einen wesentlich neutraleren Geschmack.

Wie erklären sich die zum Teil immensen Preisunterschiede bei verschiedenen Mineralwässern?

Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Zunächst unterscheiden sich alle Mineralwässer qualitativ voneinander in Bezug auf Geschmack, Mineralisierung, Babynahrungseignung und Reinheit (zum Beispiel Nitrat-, Nitrit-Gehalt). Ferner gibt es immense Unterschiede in den Kosten der Erbohrung und Erschließung der Quellvorkommen, der Zuleitung zu den Betrieben, der Notwendigkeit und den Methoden der Enteisung des Mineralwassers sowie der technischen Ausstattung der verschiedenen Unternehmen. Hinzu kommt eine weitere, weniger rationale Komponente: Der Getränkehandel nutzt das preisaggressive Angebot von Mineralwässern häufig dazu, Kunden in die Märkte zu ziehen. Dabei kommen auch häufig Verkaufspreise zustande, die unter dem Einkaufspreis des Händlers liegen.

Was bedeutet „Reinheit“ bei Mineralwässern? Sind nicht alle natürlich rein?

Grundsätzlich ja. Allerdings sind viele Mineralwässer relativ jung und stammen aus weniger geschützten Vorkommen. Das heißt, dass sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten mehrmals am Wasserkreislauf teilgenommen haben und auch negative Umwelteinflüsse der heutigen Zeit gespeichert haben beziehungsweise in Spuren enthalten (etwa Nitrat, Hormonspuren). Unser Premiumprodukt EiszeitQuell stammt nachweislich aus der letzten Eiszeit und hat damit die eiszeitliche Reinheit gespeichert – also die Informationen einer Zeit, in der Verunreinigungen durch Chemie und Industrialisierung noch in keiner Weise gegeben waren.

Wie wird Mineralwasser aufbereitet?

Zur Aufbereitung von Mineralwasser sind nur wenige Verfahren erlaubt. Manche Wässer haben einen hohen Eisengehalt. Es ist gesetzlich zulässig, diesen zu reduzieren, um eine bräunliche Einfärbung des Mineralwassers in der Flasche zu vermeiden. Auch Schwefel und Mangan dürfen entzogen werden. Zudem darf dem Mineralwasser natürliche Kohlensäure zugefügt oder der Kohlensäuregehalt reduziert werden.


Testergebnisse, Öko-Test 06/2011